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Seeheim ist der größte Ort und Verwaltungssitz der Verbundgemeinde Seeheim-Jugenheim und und ehemals Sitz des mittelalterlichen Amtes Tannenberg. Nebenbei ist es auch der Ort meiner recht unbeschwerten und glücklichen Kindheit.

Die Ansiedlung wurde das erste Mal im Lorscher Codex in einer Schenkungsurkunde des Jahres 874 erwähnt. Nach einer Blütezeit im 16. Jahrhundert erlitt der Ort in der Zeit des 30-jährigen Krieges und der verschiedenen Erbfolgekriege des 17. Jahrhunderts schwere Schäden und Bevölkerungsverluste. Das mittelalterliche Ensemble ist im alten Ortskern daher nicht mehr vollständig erhalten, aber einige historische Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind heute noch zu bewundern, größtenteils in gutem Zustand und kontinuierlich in Nutzung. Darunter herausragend das schöne Alte Rathaus, in dem sich heute die kommunale Bücherei befindet. Hier beginnt auch mein kleiner historischer Rundgang in Bildern durch das alte Dorfareal…

Altes Rathaus Westseite Die Westseite des Alten Rathauses von der Darmstädter Straße aus gesehen

Das Alte Rathaus wurde wohl, wie der Inschrift über dem Eingang auf der Nordseite zu entnehmen ist, 1599 errichtet. Im Rathaus und drum herum fanden z.B. Märkte, Hochzeiten, Gerichtstage statt. Die eigentliche Verwaltung saß im Amtskeller (siehe unten).

Detail des Brunnens Die Statuette auf dem alten Brunnen

Der Brunnen vor dem Rathaus ist der einzig erhaltene von ehemals drei Dorfbrunnen.

Die Dorflinde Die Dorflinde, wo sich Ober-Beerbacher Straße und Mühltalstraße treffen

Der Platz mit der Dorflinde wurde vor einigen Jahren neu gestaltet. Er sitzt an der oberen Spitze eines Dreieck, das von den Straßen zwischen ihm, dem Alten Rathaus und dem Haus “Zum Löwen”, dem ältesten Gasthaus im Ort, gebildet wird. Rechts ist ein Wirtschaftsgebäude des Amtshofes zu sehen.